Mein Fazit

So meine lieben. Dies wird mein letzter Blogbeitrag sein.

Die Zeit in Sevilla war wie eine Achterbahnfahrt. Es gab Höhen und es gab tiefen, aber auch diese Fahrt ging einmal zu Ende.

Ich habe am meisten aus der Zeit in Sevilla gelernt, dass man das schätzen soll, was man zu Hause hat. Denn viele Sachen, welche für uns in Deutschland selbstverständlich sind, sind dort sehr wertvoll oder teuer für die Menschen.

Was ich zu meinen Eindrücken der Kultur Sevillas sagen kann ist, dass egal wie schlecht es Ihnen privat geht, sie nie ihre Lebensfreude verlieren. Die Menschen, die ich im Alltag kennengelernt habe, waren immer super lieb zu mir. Und wenn es auch nur der Busfahrer ist, welcher trotz begonnener Abfahrt nur für mich noch einmal anhält. Allgemein sind habe ich beobachtet, dass die Menschen dort sehr hilfsbereit sind, auch wenn sie sich nicht kennen. Täglich habe ich es im Bus erlebt, das älteren Frauen der Platz angeboten wird oder Frauen mit Kindern.

Auch das Nachtleben ist in Sevilla anders als in Deutschland. Wenn in meinem Dorf zum Beispiel alle gegen halb neun schlafen gehen, essen sie um diese Uhrzeit grade mal Abendbrot. Gegen halb zehn geht dort das Nachtleben richtig los und die Fußgängerzone ist voller als am Tag.

In Sevilla habe ich auch so gut wie an jeder Ecke talentierte Straßenmusiker gesehen.

Ich kann an dieser Stelle Sevilla echt nur weiterempfehlen, da die Stadt wunderschön ist und die Menschen dort total lieb.

Was ich für mich beruflich aus dieser Zeit für geschlossen habe ist, dass ich leider nicht für immer in meiner Einrichtung hätte arbeiten können, da ich mich mit der pädagogischen Arbeit nicht identifizieren kann. Dies liegt daran, dass meine Kollegen in manchen Situationen Methoden angewandt haben, die ich niemals ausüben würde. Da die Einrichtung einen strengen Tagesablauf hat, ist die Arbeit dort auch täglich sehr stressig.

Auch bin ich in dieser Zeit zum Entschluss gekommen, dass ich diesen Beruf nicht für immer ausüben möchte.

Aber ich kann es jedem nur weiterempfehlen, sich mal sein Berufsfeld in einem anderen Land anzuschauen.

Ich fand es total interessant, als ich mit den Kindern kommuniziert habe ohne ein Wort spanisch zu können. Außerdem ist es spannend zu sehen, welche Aktivitäten die Einrichtung durchführen oder welche Fernsehfigur bei den Kindern grade angesagt ist.

Letztendlich war es eine tolle Zeit, in der ich sehr viele Erfahrungen gesammelt habe. Die Zeit in Sevilla hat mich auf jeden Fall selbstständiger und selbstbewusster gemacht. Da einige Aufgaben im Alltag oft Überwindung kosteten.

Das wars von mir.

Ich hoffe, mein Blog hat euch gefallen.

Macht es gut!

Eure Viola 🇩🇪❤️🇪🇸

Die achte Woche 🥳

Hola meine lieben! Nun ist es soweit😍die letzte Woche ist vorüber.

Für mich ging es am Montag, den 22.3, in die Gruppe der Dreijährigen.

Hier verlief der Tagesablauf wie in den anderen Gruppen. Gegen halb 11 gab es Frühstück und gegen halb eins Mittagessen.

Allerdings wird in dieser Gruppe die Selbstständigkeit sehr deutlich.

Wenn die Kinder morgens ankommen, müssen sie meiner Kollegin ihr Frühstück und Ihren Blog auf den Tisch legen. Dann müssen sie ihre Sachen (Rucksack und Jacke) an ihren Hacken hängen. Auch bei dem Mittagessen müssen wir die Kinder nicht Füttern.

Meine Aufgabe war es diese Woche die Kinder zu Wickeln, in den Blog der Kinder einzutragen und meine Kollegin zu unterstützen.

Diese Aktivität habe ich zusammen mit meiner Kollegin und den Kindern am Dienstag durchgeführt. Da ein Ausflug am Freitag, den 29.3 auf einen Bauernhof geplant ist, haben wir ein kleines Projekt, mit passenden Aktivitäten zu diesem Thema durchgeführt.

Am Mittwoch habe ich mit den Kindern eine Aktivität zu dem Thema Bauernhof durchgeführt und Tiere mit einem Korken, zusammen mit den Kindern, gestempelt. Dies verlief sehr gut. Ich konnte mit gut mit den Kindern verständigen. Da in dieser Gruppe 20 Kinder betreut werden, habe ich mit jedem Kind nacheinander ein Tier gestempelt.

Am Donnerstag waren die Eltern eines Kindes in der Gruppe und haben sich, die Familie, was das Kind gerne mag und deren Beruf vorgestellt. Anschließend haben sie mit den Kindern eine Aktivität durchgeführt. Da der Vater Polizist ist, hat er den Kindern einen nachgemachten Polizeiausweis ausgestellt.

Nach einer Stunde sind die Eltern wieder gegangen.

Dieses Geschenk haben Elisa und ich für unsere Einrichtung gestaltet. Unsere Kollegen haben sich sehr darüber gefreut und es direkt im Flur auf gehangen.

Am Freitag war es dann soweit. Es war der letzte Tag und es ging auf den Bauernhof. Hier haben die Kinder am Anfang Brot selber gebacken.

Anschließend haben wir Salat für die Tiere gesammelt um sie damit zu füttern.

Am Donnerstag Abend waren wir alle gemeinsam erneut beim Plaza de España. Hier haben wir noch einmal den schönen Anblick genossen und tolle Fotos aufgenommen.

Das war meine letzte Woche. Morgen (am Sonntag) fliege ich zusammen mit Elisa nach Deutschland. Wir können es kaum erwarten wieder in unserer Heimat zu sein.

Die siebte Woche

So meine lieben… jetzt ist schon wieder eine Woche vergangen. Ihr wisst was das bedeutet! In genau einer Woche geht es nach Hause 😍! Ich kann es ehrlich gesagt kaum erwarten ☺️

Diese Woche ging etwas spontaner los. Da wir zurzeit sechs Auszubildende in der Krippe sind, wurde ich nicht wie geplant in der Gruppe der Dreijährigen eingeteilt. Stattdessen war ich von Montag bis Mittwoch wieder bei den Babys. Hier waren leider viele Babys krank und ich musste oft Fieber messen. Zwei Kinder mussten auch abgeholt werden. Wir haben außerdem ein neues Kind in der Gruppe. Da es erst eine Woche in der Einrichtung ist, ist es zum Anfang erstmal zwei Stunden in der Einrichtung geblieben und wurde dann abgeholt. Dieses Kind ist mir gegenüber offen gewesen und wollte sich von mir trösten lassen und auf meinen Arm.

Außerdem war es am Montag und Dienstag meine Aufgabe, die Vatertagsgeschenke einzupacken. Denn hier war am Dienstag, den 19.3, Vatertag. Hierfür haben alle Gruppen Geschenke für ihre Väter gestaltet. Mich hat es interessiert ob in Spanien dann auch der Muttertag an einem anderen Datum gefeiert wird, da der „Vatertag“ in Deutschland am 30 Mai (Christi Himmelfahrt) gefeiert wird.

Also habe ich einmal nachgefragt und herausgefunden, dass in Spanien am 5 Mai der Muttertag gefeiert wird und nicht wie in Deutschland am 12 Mai.

Am Donnerstag war ich wieder in der Gruppe der Einjährigen. Hier verlief der Tat ab wie immer. Allerdings haben wir heute eine tolle, aber auch chaotische Aktivität durchgeführt. Hier haben wir eine Schnur durch den Raum gespannt und Klopapier an ihr aufgehängt. Die Kinder konnten dann an dem Klopapier ziehen, sich damit einwickeln oder damit auf dem Boden herum wischen.

Ein Kind hat diese Aktivität besonders genossen und sich in den Klopapier Haufen rein gelegt. Auch fand das Kind es sehr lustig, wenn wir es damit bedeckt haben und es anschließend aus dem Haufen heraus kommen konnte.

Am Ende sah der Raum zwar sehr chaotisch aus und das Aufräumen war sehr anstrengend, aber es hat den Kindern letztendlich sehr viel Spaß gemacht….und das ist doch das wichtigste ☺️

Das war meine vorletzte Woche. Ab morgen bin ich wie geplant bei den Dreijährigen. Diese ist die älteste Gruppe in dieser Einrichtung. Ich bin sehr gespannt, wie die Zusammenarbeit mit ihnen wird.

Wenn ich euch das nächste mal schreibe, bin ich wahrscheinlich schon in Deutschland 🇩🇪 😍

Ganz sonnige Grüße aus Sevilla!

Eure Viola 🇪🇸

Die sechste Woche

Unglaublich, jetzt sind es nur noch zwei Wochen und dann geht es wieder nach Hause. ☺️

Diese Woche haben wir jeden Tag mit den Kindern eine Aktivität durchgeführt. Auch habe ich die Anleitung von zwei Aktivitäten meiner Kollegin übernommen.

In meinem letzten Blog hatte ich erwähnt, dass wir mit den Kindern ein Plakat grün angemalt haben. Am Montag haben wir aus dem Plakat eine Wiese geschnitten und sie an der Wand angeklebt.

Danach haben die Kinder Blumen mit Wachsmalstiften ausgemalt. Diese habe ich anschließend ausgeschnitten.

Am Dienstag habe ich die Blumen gemeinsam mit den Kindern aufgeklebt.

Außerdem haben wir am Dienstag mit den Kindern Schmetterlinge gestaltet. Hierfür haben wir Krepppapier in kleine Schnipsel zerrissen. Anschließend haben wir Kleber auf den Schmetterling gegeben und die Kinder haben die Schnipsel auf den Schmetterling gefügt.

Am Mittwoch gab es auch eine Aktivität. Hierfür hat meine Kollegin eine Artischocke mitgebracht. Diese Artischocke haben wir mit den Kindern in Farbe getunkt und und anschließend Blumen gestempelt.

So sehen die gestempelten Werke aus. Wir haben die Farben Rot, Grün und Gelb verwendet. Die Kinder haben bei dieser Aktivität sehr gut mit gemacht. Natürlich haben wir sie bei dem stempeln unterstützt und gemeinsam die Artischocke gehalten.

Am Donnerstag hat meine Kollegin kleine Blumentöpfe mit gebracht. Diese habe ich gemeinsam mit jedem Kind gestaltet. Hierfür haben wir Filzstifte benutzt und damit den Blumentopf bepunktet.

Diese Aktivität haben wir nicht einfach so durchgeführt. Am Dienstag, den 19.3, ist hier Vatertag.

Dieser Blumentopf zusammen mit einem Foto des Kindes und seinem Handabdruck ist das Geschenk für die Väter.

Am Freitag gab es eine kleine Theateraufführung, welche zwei meiner Kollegin vorgeführt haben. Alle Kinder, der gesamten Einrichtung haben sich in unserem Raum getroffen und gemeinsam das Stück angeschaut. Sogar die Babys haben hier zugeschaut. Danach ging es wieder raus.

Abgesehen von den vielen Aktivitäten, welche wir mit den Kindern erfolgreich durchgeführt haben, war es auch so eine erfolgreiche Woche für mich. Jeden Tag habe ich alle Kinder aus meiner Gruppe gewickelt. Beim Wickeln habe, wie ich es jetzt nenne, das „Wickelschwein“ eingesetzt.

Dieses Schwein habe ich beim Wickeln immer den Kindern gegeben, damit sie etwas zum Spielen haben.

Außerdem habe ich diese Woche auch die Aufgabe übernommen, in die Blöcke der Kinder einzutragen, zum Beispiel was wir am aktuellen Tag machen oder wie viel das Kind gegessen hat.

Diese Woche ging für mich sehr schnell vorbei. Und nun sind es nur noch zwei Wochen und dann geht es nach Hause. Es ist unglaublich, wie schnell die Zeit jetzt doch vergangen ist. Ich kann es kaum glauben, dass ich jetzt schon sechs Wochen hier bin.

Ich freue mich auf die siebte Woche und auf die Erlebnisse die ich euch nächstes Wochenende berichten kann.

Ganz liebe Grüße🇪🇸

Eure Viola 🌸🇪🇸

Die fünfte Woche

Ich kann es nicht fassen. Und schon wieder ist eine Woche vorbei. In drei Wochen geht es schon wieder nach Hause.

Also, was ist die Woche über passiert?

Ich habe am Montag wie schon erwähnt, zu den einjährigen gewechselt. Hier werden 13 Kinder betreut. In dieser Gruppe läuft der Tagesablauf genauso ab wie in den anderen Gruppen.

Gegen 09:40 Uhr wird eine Morgenrunde gemacht. Hier kommen zwei blaue Stoffmäuse zum Einsatz. Die große Maus singt das Begrüßungslied auf spanisch und die kleine auf englisch. Denn die Morgenrunden werden ab der Klasse der einjährigen zweitsprachig durchgeführt.

Meine Kollegin hat auch in dieser Woche mit den Kindern ein Angebot durchgeführt, bei dem ich sie unterstützt habe. Sie hat grüne Farbe auf einem Plakat gegeben und die Kinder durften diese mit ihren Pinsel verteilen.

Anschließend haben wir es aufgehängt. Ich kann euch davon leider noch kein Bild zeigen, es wird aber bald kommen.

Auch die Musiklehrerin war am Montag wieder da. Und es haben auch einige Kinder aus meiner Gruppe wieder an dieser Aktivität teilgenommen. Dieses Mal hat die Lehrerin Bälle mit gebracht. Mit diesen hat sie zusammen mit den Kindern einen Rhythmus erzeugt. Danach haben wir noch gesungen und getanzt.

Aufgrund von Krankheit kann ich euch leider nicht mehr erzählen. Ab Mittwoch lag ich komplett flach und konnte für den Rest der Woche nicht mehr arbeiten gehen.

Ab morgen geht es aber wieder los und nächsten Sonntag werde ich euch ganz viel berichten.

Bis dahin, macht es gut!

Eure Viola

Die vierte Woche

Es ist Halbzeit!

Unglaublich, jetzt sind es nur noch vier Wochen in Spanien.

Bei mir ging es am Montag, in der Gruppe der ein- bis zweijährigen, wieder um 09:00 Uhr los. Aufgrund der wenigen Zeit in der Woche, habe ich bereits schon am Montag mit meinem Angebot angefangen. Ich habe mit den Kindern Handabrücke gemacht, die wie Tiere aussehen. Anschließend habe ich dieses Plakat im Raum aufgehängt, sodass die Kinder, die Eltern und meine Kollegen dieses Werk betrachten können.

Außerdem bekamen wir, wie jeden Montag, besuch von einer Musiklehrerin. An diesem Angebot nehmen nur die Kinder von ein- bis zwei Jahre teil. Es gibt aber auch Ausnahmen. In diesem Angebot können die Kinder tanzen, singen oder sich mit Musikinstrumenten ausprobieren. Beim letzten mal, wurden auch kleine Fantasietücher eingesetzt die wir in die Luft pusteten und dazu eine Melodie summten. Egal was wir mit der Musiklehrerin gemacht haben, die Kinder hatten immer Spaß.

Außerdem fanden am Montag und Dienstag auch Angebote in meiner Gruppe zum Tag Andalusiens statt. Wir haben mit den Kindern die Nationalhymne gehört und die Flagge von Andalusien mit den Handabdrücken der Kinder nachgestellt.

Außerdem haben die Kinder für den Eingang der Kita Blumen auf einem Papier mit ihren Fingern und Farbe ausgemalt.

Wie bereits oben erwähnt, habe ich am Montag und Dienstag selber wieder ein Angebot mit den Kindern durchgeführt. Ich habe mit Ihnen Handabdrücke gemacht, die wie Tiere aussehen. Dies hat relativ gut geklappt. Alle Kinder haben super mit gemacht. Natürlich gab es auf Grund der Sprache für mich Schwierigkeiten. Genau deswegen habe ich um so besser beobachtet. Die Kinder haben gegrinst als ich mit dem Pinsel über ihre Hand strich. Außerdem haben zwei Kinder ihre Hand zu einer Faust geballen als sie die Farbe auf ihrer Hand hatten. Letztlich sind am Ende super Bilder entstanden und die Kinder haben zwei neue Farben neu gelernt.

Dann war Mittwoch. Wir haben mit allen Gruppen zusammen gefrühstückt. Es gab traditionell Baguette in Öl eingelegt und zu trinken Gazpacho. Ich habe dieses andalusische Spezialitäten das erste mal probiert und fand es sehr lecker. Obwohl das Gazpacho mich eher an eine kalte Suppe erinnert hat. Während des Frühstücks lief die Nationalhymne im Hintergrund. Nach dem Frühstück sind wir alle hinaus gegangen und haben den großen Baum im Garten mit grünen und weißen Luftballons geschmückt.

Dann war auch wieder gegen 15:00 Uhr der Arbeitstag vorbei.

Am 28.02.2019 war dann der offizielle Tag von Andalusien. Dies ist hier ein Feiertag, weshalb die meisten Geschäfte, auch unsere Kita, geschlossen haben. Andalusien ist in acht Provinzen unterteilt. Hierzu gehören: Huelva, Sevilla, Cadiz, Corodba, Malaga, Jaen, Granada und Almeria. Der Feiertag geht zurück auf den 28. Februar 1980. Dies ist der Tag, an dem Andalusien den Status einer autonomen Region erlangt hat. Somit hatten wir am Donnerstag und Freitag frei, da Freitag ein Brückentag war.

Die restlichen vier Tage der Woche, haben wir entspannt ausklingen lassen. Meine Freunde haben Besuch aus Deutschland bekommen, mit denen wir dann etwas unternommen haben.

Ich muss zum Ende jetzt noch erwähnen, dass heute keine Fotos online kommen, da mir das Handy geklaut wurde und somit alle Fotos weg sind. Mit etwas Glück, trage ich sie in einiger Zeit nach.

Was mich noch betrifft, ich habe mich langsam an die Sprache gewöhnt und sie wird auch für mich langsam verständlicher. Ich fühle mich in meiner Einrichtung soweit wohl. An die Arbeitsbedingungen muss ich mich allerdings noch gewöhnen. Ich finde es gut, dass meine Kollegin mir viele Aufgaben gibt und mir zutraut. Morgen wechsel ich wieder die Gruppe und bin für die nächsten zwei Wochen bei den Einjährigen.

Bis zum nächsten mal!

Eure Viola

Die dritte Woche

Hola meine Lieben! 🇪🇸

Unglaublich, jetzt ist die dritte Woche auch schon vorbei.

Bei mir ging es am Montag wieder mit der Arbeit los. Dieses Mal aber in einer anderen Gruppe. Ich bin jetzt für den Zeitraum vom 18.2 bis zum 27.2 in der Gruppe der 1-2 jährigen. Ich muss sagen, dass mir die Arbeit mit dieser Altersgruppe deutlich besser gefällt.

Der Tagesablauf ist hier eigentlich genauso wie bei den Babys. Um 10 Uhr findet eine Morgenrunde statt, bei der wir ein Begrüßungslied singen und auch hier werden Karten verwendet, die zum Beispiel ein Tier oder ein Kleidungsstück abbilden.

Um 10:30 Uhr gibt es Frühstück. Dieses bekommt jedes Kind von zu Hause mit.

Auch hier geht es gegen 11:00 Uhr wieder nach draußen. Anschließend gibt es um 12:30 Uhr Mittagessen.

Am Dienstag haben wir für Karneval diese Masken mit den Kindern hergestellt.

Diese Bilder haben wir am Mittwoch mit den Kindern gestaltet.

Am Donnerstag habe ich mit den Kindern zu deutschen Liedern getanzt.

Dann war am Freitag endlich Karneval in der Kita. Auch wir haben uns verkleidet. Zur Feier des Tages haben alle Gruppen zusammen gefrühstückt. Ansonsten lief der Tag ab wie immer.

Heute haben wir uns ein Fahrrad ausgeliehen und sind damit zum Plaza de Espana gefahren.

Das war meine dritte Woche. Ich hoffe es hat euch gefallen.

Wir hören uns in einer Woche wieder!

Bis dahin, macht es gut!

Eure Viola 🇪🇸

Meine Institution

CEI (Centro de Educacion Infantil) Ciudad Expo ist eine Krippe beziehungsweise ein Kinderbildungszentrum.

Den Ursprung findet das Gebäude in der Politik, da dies früher das Rathaus war. Seit 1993 allerdings ist es das zweite zu Hause für viele kleine Kinder geworden. Denn diese Einrichtung arbeitet nach dem Motto: „Schätze jedes Kind als individuell und unwiederholbar, respektiere seine eigene Entwicklung und steigere die Kreativität“.

Das Kinderbildungszentrum hat seinen Standort in der Stadt Sevilla, in der Gemeinde Mairena del Aljarafe. Dieses Wohnviertel liegt in sehr ruhiger Lage und gehört zur oberen Mittelklasse, was bedeutet, dass dort wohlhabendere Menschen/Familien leben.

Für diese Familien sind Kitaplätze reserviert, aber wenn es freie Plätze gibt, werden diese von Kindern aus Mairena besetzt.

Die Einrichtung ist privat, steht aber unter der Aufsicht des Bildungsministeriums.

Erwähnenswert ist auch, dass diese Einrichtung nach der Montessori Pädagogik arbeitet. Maria Montessori versuchte in ihrem pädagogischen Ansatz Kinder in ihrer Entwicklung zu fördern Das Motto „Hilf mir es selbst zu tun!„beschreibt diesen Ansatz sehr gut. Das Kind steht an erster Stelle. Maria Montessori sah jedes Kind als Individuum – einzigartig und als respektable Persönlichkeit. Ihr Hauptziel lag darin, Kinder zu einer Selbstständigkeit und zu einem Selbstvertrauen zu erziehen.

Dieses Prinzip findet sich genau so in der Einrichtung wieder. Denn sie legt auch sehr viel Wert auf Selbstständigkeit, was sich sogar schon in der Klasse der 4 –9 Monate alten Babys wiederspiegelt, indem sie selber ihre Milchflasche beim Trinken halten sollen oder beim Mittagessen auch einen Löffel in die Hand bekommen, damit sie ein erstes Gefühl zum selbstständigen Essen erlangen. Außerdem haben sie das Ziel, den Sozialisierungsprozess der Kinder zu fördern, indem sie großen Wert auf Gleichberechtigung, Solidarität und Respekt legen.

Die Öffnungszeiten sind von 07:30 Uhr bis 17:00 Uhr.

Betritt man die Einrichtung, so kommt man als erstes in den Flur, in dem sich rechts die Küche befindet.

Hier wird das Frühstück und das Mittagessen immer frisch und individuell (zum Beispiel auf die Altersgruppe oder Allergien) zubereitet. Die Räume des Kinderbildungszentrums sind alle hell, mit reichlich Spielzeug ausgestattet und vielen Möglichkeiten, sich frei zu entfalten und seine Motorik zu stärken.

Auch besitzt die Einrichtung ein sehr großes Außengelände.

Hier finden sich Orangenbäume, ein Gemüsebeet, ein großer Sandkasten, zwei kleine Häuschen, eine Rutsche und ein Labyrinth wieder. Außerdem haben die Kinder die Möglichkeit, mit Fahrzeug zu fahren.

Insgesamt gibt es in der Einrichtung vier Klassen und somit vier verschiedene Altersgruppen.

Die jüngsten in der Einrichtung sind die Babys in einem Alter von aktuell 4-9 Monaten. Sie haben aktuell den Gruppennamen: „die Flamenquitos“.

(Raum der Babys)

Danach kommt die Klasse der Einjährigen, welche sich „die Musiquitos“ nennt.

(Raum der einjährigen)

Die dritte Klasse wird von den 1-2 jährigen besetzt, welche „den Namen der Erzieherin und die Trolls“ trägt.

(Raum der 1-2 jährigen)

Die letzte Klasse wird von den 2-3 jährigen besetzt und trägt den Namen „Pinta- Sueños“.

(Raum der 2-3 jährigen)

Insgesamt werden aktuell 52 Kinder von 0-3 Jahren in der Einrichtung betreut.

Mittag gegessen wird jeden Tag um halb eins, in diesem Raum, aber nur die dritte und vierte Klasse.

Die Fachkräfte haben eine sechsjährige „Ausbildung“ hinter sich, welche den Schwerpunkt der frühkindlichen Bildung hat. Somit dürfen sie nur Kinder im Alter von 0-6 Jahren betreuen. Diese „Ausbildung“ bestand aus Praxis und einem Studium. Somit ist es also quasi keine „Ausbildung“. Denn in Spanien muss man den Beruf des „Erziehers“ studieren. Auch gibt es hier in Spanien die Berufsbezeichnung des „Erziehers“ nicht, sondern Pädagoge oder Kindertechniker.

Donnerstags von 16:00 bis 17:00 Uhr finden Dienstbesprechungen statt, in der aktuelle Anlässe oder Planungen besprochen werden.

Vor kurzem wurde ein Projekt zu der Farbe Gelb durchgeführt.

Das waren Informationen über meine Einrichtung.

Die zweite Woche

Hola meine Lieben! Unglaublich, wie schnell die Zeit hier vergeht. Nun ist auch schon die zweite Woche vorbei.

Für mich ging es am Montag, den 11.2.2019, das erste mal in meine Einrichtung. Um neun Uhr war für mich Arbeitsbeginn.

Dies ist der Eingang von der Krippe. Ich bin in den ersten zwei Wochen in der Gruppe der 0-1 jährigen. Da der Tagesablauf strukturiert ist und somit immer gleich abläuft, werde ich euch jetzt einen Einblick in den Tagesablauf geben.

Immer wenn ich um neun Uhr anfange zu arbeiten, ist auch gleichzeitig Ankunftszeit. Gegen 09:15 Uhr, wenn die betreuende Erzieherin da ist, wechseln wir mit den Babys den Raum.

Das ist der Raum, in dem ich arbeite.

Gegen zehn Uhr findet dann eine kleine Morgenrunde statt. In dieser Morgenrunde singen wir ein Begrüßungslied auf spanisch und es kommt der kleine Dino zum Vorschein der ebenfalls die Babys begrüßt.

Anschließend holt die Erzieherin in jeder Morgenrunde Fotos heraus (zum Beispiel von Tieren oder Nahrungsmittel) und macht zum Beispiel die Tier- Geräusche vor, welche die Babys schon gut nachahmen können.

So sieht zum Beispiel ein Bild aus.

Nach der Morgenrunde, so gegen 10:30 Uhr , gibt es ein kleines Frühstück für die Babys. Hier habe ich sie mit Früchten gefüttert und sogar zwei Babys die Flasche gegeben.

Wenn die Kinder dann alle gewickelt sind, werden sie angezogen, in den Kinderwagen gelegt und dann geht es immer um 11 Uhr raus an die frische Luft. Dies ist die Zeit, in der ich den Kinderwagen schiebe und die Babys ihren ersten Mittagsschlaf machen.

Um 12:15 Uhr geht es wieder rein. Dann sind die meisten Babys auch wieder wach und es gibt Mittagessen. Die Babys bekommen immer erst eine Frucht und anschließend warmen Brei. Auch hier habe ich die Babys gefüttert und wieder die Flasche gegeben.

Um 14:15 Uhr wechseln wir wieder den Raum und um 14:30 Uhr machen die restlichen Babys/ Kleinkinder wieder einen Mittagsschlaf.

Um 15:00 Uhr habe ich Feierabend.

Was auch erwähnenswert ist, dass sogar Bildungsangebote mit den Babys durchgeführt werden.

Das ist das Ergebnis von einem Angebot. Die Babys saßen in ihren Hochstühlen, haben das Blatt und Farbe aufs Papier bekommen und sollten die Farbe mit den Händen verteilen. Das hat gut geklappt aber das Saubermachen war anstrengend😅.

Mein Fazit von der ersten Woche in der Einrichtung:

Ich muss sagen, dass ich die erste Woche sehr anstrengend fand. Erstens ist es die Sprache, die mir zu schaffen macht, da ich nicht gut spanisch spreche und somit kaum verstanden habe, was meine Kollegen zum Beispiel von mir wollen, da diese auch kein Englisch sprechen.

Aber auch mit der Arbeit mit den 0-1 jährigen war ich in der ersten Woche sehr überfordert. Ich wurde sogar nach zwei Tagen mit sechs schreienden Babys alleine im Raum gelassen. Das war ziemlich anstrengend, weil ich nicht wusste, um wen ich mich zu erst kümmern soll. Und dies war die nächsten Tage nicht anders, da ein Kind gerade Zähne bekommt und die anderen verständlicherweise noch Angst vor mir hatten. Dort bin ich wirklich an meine Grenzen gestoßen.

Auch als wir mit den Babys draußen waren, wurde ich oft alleine gelassen, sodass ich auch mal zwei Kinderwagen gleichzeitig schieben musste.

Leider bin ich auch durch das ganze Naseputzen der Babys selber krank geworden.

Ich muss aber sagen, es war immer wieder schön für mich, den zwei Babys die Flasche zu geben und die Zeit mit ihnen zu genießen.

Das war meine erste Woche in der Einrichtung. Ich hoffe, es hat euch gefallen.

Bis zum nächsten mal 🇪🇸

Die erste Woche

Kaum zu glauben, dass die erste Woche nun schon vorbei ist. Die Zeit verging hier so schnell.

Ich finde die Clic Schule sehr gut, da dort viele Kulturen aufeinander treffen. Alleine in unserer Klasse waren ein Mädchen aus England, eine aus den Niederlanden und ein Ehepaar aus Washington. Ein anderer kam wiederum auch aus Deutschland.

Trotz der unterschiedlichen Herkünfte konnten wir uns super verständigen und auch die Partnerarbeiten erfolgreich bewältigen.

Am Montag, den ersten Tag in der Clic- Schule haben wir uns das Heft gekauft. Mit diesem Heft haben wir im Unterricht gearbeitet.

Das ist ein kleiner Einblick in die Aufgaben.

Wir haben unter anderem gelernt, wie man sich vorstellt, die Zahlen auf spanisch, das Alphabet auf spanisch, verschiedene Berufe auf spanisch, wie die Länder auf spanisch heißen und noch ganz viele Vokabeln.

Letztendlich kann ich sagen, dass sich mein Verständnis für die spanische Sprache etwas verbessert hat. Manchmal konnte ich dem Unterricht gut folgen aber manchmal fiel mir das Zuhören auch echt schwer. Nach sechs Stunden spanisch hatte ich manchmal auch echt Kopfschmerzen. Aber es hat mich am Ende ja weiter gebracht. Am Freitag nach der letzten Stunde haben wir ein Zertifikat bekommen und ein Zeugnis.

Für mich ist die erste Woche super gelaufen und ich freue mich auf die nächsten sieben Wochen.

Ab morgen arbeite ich für die restlichen sieben Wochen in einer Krippe.

Ich melde mich am nächsten Sonntag wieder bei euch.

hasta la proxima vez

Eure Viola 🇪🇸